Jahresbericht

Jahresbericht

Jahresbericht 2017 und Ausblick 2018

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde der Region!
Mit 17 hat man noch Träume, da wachsen noch alle Bäume, in den Himmel…
Vor 17 Jahren (Januar 2001) wurde unser Verein als Antwort auf Zukunftsängste in der ausblutenden ländlichen Region ins Leben gerufen. Inzwischen ist viel Positives geschehen und wir haben berechtigte Hoffnung und eben auch noch so manche Träume, dass und wie es im Hunsrück und an der Nahe weitergehen kann - auch dank Projekten, die das Regionalbündnis impulsgebend oder dauerhaft engagiert angestoßen, begleitet oder umgesetzt hat. In Rundschreiben per Post oder per Mail haben wir Sie regelmäßig unterrichtet, welche Aktivitäten wir durchgeführt haben, deshalb hier nur eine Kurzfassung:
Die Regionalmarke SooNahe hat sich mit rund 180 Mitgliedern und 80 Partnern fest in der Region verankert. Nach unserem Motto „wer weiter denkt, kauft näher ein“ sind immer mehr Menschen bereit und dabei, unsere Region durch ihr Einkaufsverhalten zu stärken. Im Herbst feiern wir im Rahmen der Tage der Region zehnten Marken-Geburtstag! Diese Veranstaltungsreihe mit vielen Partnern hat die Stärken von Hunsrück und Nahe auch 2017 wieder herausgestellt. Auch hier gibt es 2018 ein kleines Jubiläum, zum 15. Mal sind wir dabei.

Ganz jung ist dagegen noch unser Projekt „Lebendige Wiesen“, das letztes Jahr aber schon direkt auf große Resonanz stieß. Hier sind wir wohl auf ein großes Bedürfnis gestoßen, in den wunderschönen Wiesenlandschaften der Region zu schwelgen. Mit dieser Post erhalten Sie die neue Broschüre mit den Wiesenangeboten 2018, noch umfangreicher und vielfältiger als zuvor, nutzen und unterstützen Sie diese Aktion, damit sie dauerhaft etabliert werden kann. Schon jetzt hat sich hier ein überraschend breites und stabiles Netzwerk ergeben.
Auch unsere Projekte „Lebendige Nahe“ (mit inzwischen 10 Stationen) und „Lebendige Wälder“ (in Kooperation mit den Akteuren des Naturpark Soonwald-Nahe und des Nationalpark Hunsrück-Hochwald) sind -genau- lebendig. Beim Nationalparkfest am Bostalsee waren wir präsent und freuen uns schon auf das diesjährige Ereignis, das in unserer SooNahe-Partnergemeinde Veitsrodt am 10. Juni ganz groß steigen wird (u.a. mit Einweihung der neuen Markthalle). „Aus dem Wald“ als neue Forstamtsleiter kommen auch zwei weitere engagierte Partner, Rüdiger Scheffer (Forstamt Bad Sobernheim) und Bernhard Frauenberger (Forstamt Soonwald), die wir auch als Mitglieder im Verein willkommen heißen. Am 23.1. haben wir mit einer Delegation im Umweltministerium in Mainz den „Soonwald-Dialog“ begonnen, in dem wir Unterstützungsmöglichkeiten durch das Land ausloten- gute Gespräche!

Erwähnt werden soll das Engagement unserer Mitglieder und Vorständler in den Lokalen Aktionsgruppen (LAG) im „Leader-Prozess“ in allen drei Landkreisen. Dort wird viel Gutes bewirkt, in dem Fördermittel in öffentliche oder private Projekte fließen, die den ländlichen Raum stärken. Unter anderem wurde dadurch der neue, gebietsübergreifende Hildegard von Bingen -Pilgerwanderweg ermöglicht, ein Projekt mit großem Zukunftspotenzial, das auch eng mit unserer Marke verzahnt werden konnte. Erzeuger und Gastronomen, die das Hildegardsiegel nutzen wollen müssen vorab SooNahe-zertifiziert sein. Der Weg und die damit verbundenen Effekte sind ein gutes Beispiel, wie unter der Regie der Nahelandtouristik ein Brückenschlag von Idar-Oberstein bis Bingen gelungen ist, der allen nützt. Ein Projekt an dem wir auch mitwirken ist die Weiterentwicklung des Naturpark Soonwald-Nahe.
Brücken schlagen, vernetzen und bewegen- das ist schon lange das Motto und die Stärke unseres Vereins. Wir plädieren dafür und arbeiten hart daran, dass Energien nicht in Abgrenzungs- und Spaltungsdebatten verschwendet, sondern in inhaltliche Ideen und Projekte investiert werden. Damit treffen wir den Nerv der Bevölkerung und vieler fachlich arbeitender Institutionen. Wir freuen uns sehr, im letzten Jahr enge Kontakte und Mitglieder aus der jungen Generation gefunden zu haben (z.B. Landjugend, junge Kulturinitiativen wie IFM mit ihrem Festival in Auen). In diesen Altersgruppen besteht absolutes Unverständnis für ein Denken und Handeln in engen Verwaltungsgrenzen bis zum nächsten Kirchturm oder Baumwipfel. Dies deckt sich mit unserem Credo und unseren Botschaften:

Regionale Identität stärken und Potenziale der Region zusammenführen!
An diesen Themen haben wir letztes Jahr verstärkt gearbeitet und sie sind Schwerpunkt 2018. Es gibt im SooNahe-Land zwischen Birkenfeld und Bingen und zwischen Kastellaun und Meisenheim eine Reihe produktiver Initiativen, die ausgehend von unterschiedlichen Themen in unterschiedlichen Teilregionen unserer Gebietskulisse des Hunsrück-Nahe-Raumes konstruktive Perspektiven entwickeln. Das Regionalbündnis hat sich als Aufgabe gesetzt, diese zusammenzuführen und zu bündeln. Dialog und Kommunikation sind Voraussetzungen für Kooperation. Dies braucht die Region, wenn sie sich zukunftsfester machen und eine Perspektive für die nächste Generation bieten will. Unser Verein zeigt seit Jahren, u.a. auch mit der Regionalmarke SooNahe, dass eine Zusammenarbeit über Verwaltungsgrenzen funktionieren kann.
Wir haben in den letzten Monaten eine Reihe von Gesprächen mit regionalen Akteuren unterschiedlichster Ausrichtung geführt und erste Treffen organisiert, die sehr erfreuliche Bereitschaft zeigen, miteinander zu reden und zu arbeiten. Wirtschaft, Landwirtschaft, Weinbau, Gastronomie, Forst, Naturschutz, Tourismus, Kultur, Landfrauen, Landjugend… das geht miteinander. Und auch Akteure aus allen Teilregionen können miteinander, wenn sie die Scheuklappen ablegen und erkennen, dass gemeinsam mehr erreicht werden kann.
In einer neu etablierten Arbeitsgruppe Regionale Identität wollen wir nun gemeinsam ausloten, was das verbindende sein kann und wie wir das zum Wohle der Region nutzen können. Ein erster Ansatz ist, bei laufenden Projekten und Veranstaltungen in diesem Jahr die Themen Identität und Regionalität hervorzuheben und im Herbst ein gemeinsames Hunsrück-Nahe-Forum mit vielen Beteiligten durchzuführen. Damit soll das (Selbst-) Bewusstsein der Menschen und der Region gefördert werden.

Die Region birgt ein enormes Potenzial: Wald, Wein, Wellness, regionale Qualitätsprodukte, Handwerker, Dienstleister und Gewerbe, Gesundheit, Edelsteine, Hildegard, der Nationalpark, die Naturparke Soonwald-Nahe und Saar-Hunsrück, Wildkatze und Würfelnatter, Lebendige Wiesen, Flüsse und Wälder:  Lebensqualität und Heimat!

Wir freuen uns, mit unserem starken und dynamischen Verein hier mitwirken zu können. Dies liegt auch am Engagement unserer Mitglieder und Partner, für das wir uns bedanken. Die Vielzahl der in diesem Bericht aufgeführten Projekte bietet Ihnen die Möglichkeit, aktiv dabei zu sein. Ideen und Anregungen an den Vorstand sind immer willkommen.
Für die Jahreshauptversammlung in Gemünden am 2. März haben wir uns ein schönes kulturelles Rahmenprogramm ausgedacht und hoffen, viele von Ihnen dort zu sehen und Gedanken auszutauschen.

Herzliche Grüße vom Vorstand

Rainer Lauf, Martina Braß, Gerhard Hahn