Lebendige Wälder

Projekt Lebendige Wälder der Hunsrück-Nahe-Region startet durch

„Lebendige Wälder“- das gab es schon einmal in den Gründungszeiten des Regionalbündnis Soonwald-Nahe. Dies führte letztlich zu Entwicklungen wie dem Naturpark oder auch Einzelprojekten wie der Wacholderheide Woppenroth. Seit einigen Monaten wurde ein Neustart vorbereitet, ein erstes Positionspapier erarbeitet (s. Anlage) und nun gab es das erste Treffen, zu dem das Regionalbündnis seine Mitglieder am 30.1. 2019 eingeladen hatte.
Erfreulich viele folgten diesem Aufruf und bei der Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass hier enorm viele Kompetenzen versammelt waren. Auch war die Gebietskulisse sehr gut repräsentiert. Neben Vorstandsmitgliedern des Vereins waren der Nationalpark Hunsrück-Hochwald, Naturpark Soonwald-Nahe, fast alle Forstämter, SooNahe, Naturschutz und Ökologie, Landfrauen, Tanzpädagogik, Umweltpädagogik, Wanderführer und Wissenschaft vertreten.
Schwerpunkte des Abends waren eine Diskussion über das Selbstverständnis und die Zielsetzung des Projektes und eine eine Sammlung von Projektideen, die unter dem Dach der Lebendigen Wälder präsentiert werden könnten.
Selbstverständnis und Zielsetzung: Lebendige Wälder soll zu einem Aktionsdach und einer Plattform werden, die in der Region in Absprache mit dem Regionalbündnis genutzt werden kann, um Projekten zum Thema Wald eine höhere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu verschaffen. Sie dient zur Kommunikation und Kooperation der Akteure in diesem Handlungsfeld.
Projektideen: s. Liste im Anhang als erste Sammlung
Weiteres Vorgehen: Es gründet sich bei dem Treffen eine Arbeitsgruppe, die erst einmal über Mailverteiler kommuniziert und in bestimmten Abständen Treffen organisiert. Ideen, Anregungen und Projektvorschläge gehen ans Regionalbündnis. Die weitere Entwicklung ergibt sich aus der praktischen Arbeit der nächsten Monate.


Lebendige Wälder in der Hunsrück-Nahe-Region                               
Positionspapier 2018/19

Als im Rahmen der Konversion Pferdsfeld vor 20 Jahren Konzepte für die Weiterentwicklung der Soonwaldregion gesucht wurden (Heimat hat Zukunft), kam der Kontakt des Regionalbündnis Soonwald-Nahe mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zustande. Der Soonwald wurde in deren bundesweites Projekt „Lebendige Wälder“ aufgenommen und konnte somit mit einem höheren Bekanntheitsgrad präsentiert werden. Unter anderem floss dies auch in die Gründungsphase des Naturpark Soonwald-Nahe ein. Durch andere thematische Schwerpunkte der DUH kam das Projekt unter diesem Titel später zum Erliegen.  

In der aktuellen Diskussion über die Gesamtentwicklung des Hunsrückraumes (Kooperation Naturparke mit Nationalpark, Biotopverbünde etc.) entwickelte sich zusammen mit den Forstamtsleitern die Idee, das Projekt „Lebendige Wälder in der Hunsrück-Nahe-Region“ zu reaktivieren und als Plattform für Kooperationen und Marketing nach innen und außen zu nutzen.

Dabei soll der gesamte Lebensraum Wald und Waldumfeld berücksichtigt und dargestellt werden. Geologie, Flora und Fauna sind die natürlichen Voraussetzungen. Aber der Wald in seiner heutigen Form hat sich wesentlich auch mit der Nutzung durch den Menschen entwickelt: die Förster, die Jäger, die Bewohner der Dörfer im und am Wald mit traditionellen Nutzungsformen und heutzutage auch die Touristen. Dies alles sind Faktoren, die den Wald lebendig machen.

Unsere Wälder bergen großes Potenzial. Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald, die Naturparke Saar-Hunsrück und Soonwald-Nahe, sowie die lichten Wälder rund um die Naheauen sind für die Bevölkerung wahre Schätze für Erholung und Voraussetzung für die touristische Verwertbarkeit.

Ein wesentliches Ziel des Projektes ist die Vernetzung der Lebendigen Wälder in unserer Region, sowohl hinsichtlich der natürlichen Gegebenheiten (Biotopvernetzungen) als auch auf der Ebene der Akteure rund um das Thema. Die Vielfalt ebenso wie die gebietsübergreifenden Gemeinsamkeiten sollen herausgearbeitet und genutzt werden. Dies bietet große Chancen. Es entstehen intensivere Kommunikation, neue Verbindungen und Partnerschaften und die Möglichkeit der Moderation bei Konflikten. Durch den Verbund und die damit ausgedrückte Wertigkeit kann das Thema Wald und damit verbundene Einzelprojekte eine ganz neue Dynamik entwickeln.

„Lebendige Wälder“ kann eine Dachmarke werden für möglichst viele Akteure und Projekte in der Hunsrück-Nahe-Region unter der dann viele konkrete Aktivitäten laufen können. Geplant ist die Einbeziehung aller fachlich Beteiligten, aber auch die Öffnung für möglichst viele interessierte Menschen.


Ideensammlung Lebendige Wälder

Waldrandprogramm
einschl. Thema Blumen und Kräuter auf Randmahdstreifen
Maßnahemn gegen Insektensterben
Waldwiesen, Verknüpfung mit Regionalbündnis-Projekt „Lebendigen Wiesen“

Hochwasserschutz, Vernässung
Lebendiges Wasser aus Lebendigen Wäldern (Schwollener)
gesundes Wasser für gesunde Fische (Forellenhöfe Trauntal und Hahnenbachtal)
Verknüpfung mit Regionalbündnis-Projekt „Lebendige Nahe“ (incl. deren Seitenbäche)

Ausbau der Route der Trekkingplätze
Touristische Projekte im Wald
Kürzere Schleifenwege (4-max. 10 km) analog Traumschleifen

Waldpädagogik
Rotarier-Projekt (Club Simmern) im Frühjahr
mit Forstamt Simmern am Jugendzentrum Am Zug Kirchberg
Geführte Wanderungen
Junior-Ranger
Nationalparktouren (Wildenburg etc.)
Tanzort Wald (Moos-Jam, Sommertanzwoche)

Historische Stätten (Hütten wie Gräfenbacherhütte)
Bodenarchäologie (Waldentwicklung/Vegetationsentwicklung je nach Vornutzungen)

Weiterführung des Life-Projekts, Entfichtungen etc.
Bergwaldprojekt 16.-22. Juni 2019
Aktion Grün des Landes nutzen
Bänder des Lebens unterstützen und aufgreifen

Lebensmittelproduktion aus dem Wald
Wildvermarktung
Lebensraumkonzept Wild
Jagd und Wildregulierung
Wildkatzenkorridore, Hunsrück als größtes Wildkatzenvorkommen bundesweit

Waldleben, Biodiversität
Waldnutzung und Naturschutz
Alte Buchenbestände schützen
Wacholderheiden herausarbeiten (Heidefest Woppenroth 1.9.2019)

Holznutzung mit zertifiziertem Holz (Brennholz, Weihnachtsbäume)


Lebendige Wälder in der Hunsrück-Nahe-Region

Wir starten (erneut) eine Aktion "Lebendige Wälder in der Hunsrück-Nahe-Region" und greifen dabei auf unser gemeinsames Projekt mit der Deutschen Umwelthilfe aus unseren Anfangszeiten zurück. Nach einigen Vorgesprächen und Vorbereitungen gehen wir nun in die Breite und laden alle Interessierten an diesem Thema ein zu einem Treffen am Mittwoch, 30. Januar 2019 um 17.30 Uhr ins Forstamt Bad Sobernheim, Felkestraße 12, Tel. 06751-857990. 
Auf der Basis des beiliegenden Papieres, das wir Ihnen schon einmal Ende letzten Jahres geschickt hatten, wollen wir mit Ihnen diskutieren, wie und was wir zu diesem Thema gemeinsam anpacken könnten. Es liegt eine Menge Potenzial darin, wenn es gelingt, die Akteure zusammen zu führen und die Lebendigen Wälder als durchgängige "Marke" und Plattform zu nutzen. Wir würden uns sehr freuen, wenn aus den Bereichen Forst, Jagd, Natur, Tourismus möglichst viele Personen an dem Treffen teilnehmen, aber eben auch gerade einfach "Interessierte", die zu diesem Thema etwas beitragen wollen. Wegen der genaueren Planung des Abends wären wir für eine kurze Rückmeldung dankbar, wer kommen will.


Lebendige Wälder in der Hunsrück-Nahe-Region       

 im Januar 2019
Als im Rahmen der Konversion Pferdsfeld vor 20 Jahren Konzepte für die Weiterentwicklung der Soonwaldregion gesucht wurden (Heimat hat Zukunft), kam der Kontakt des Regionalbündnis Soonwald-Nahe mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zustande. Der Soonwald wurde in deren bundesweites Projekt „Lebendige Wälder“ aufgenommen und konnte somit mit einem höheren Bekanntheitsgrad präsentiert werden. Unter anderem floss dies auch in die Gründungsphase des Naturpark Soonwald-Nahe ein. Durch andere thematische Schwerpunkte der DUH kam das Projekt unter diesem Titel später zum Erliegen.  

In der aktuellen Diskussion über die Gesamtentwicklung des Hunsrückraumes (Kooperation Naturparke mit Nationalpark, Biotopverbünde etc.) entwickelte sich zusammen mit den Forstamtsleitern die Idee, das Projekt „Lebendige Wälder in der Hunsrück-Nahe-Region“ zu reaktivieren und als Plattform für Kooperationen und Marketing nach innen und außen zu nutzen.

Dabei soll der gesamte Lebensraum Wald und Waldumfeld berücksichtigt und dargestellt werden. Geologie, Flora und Fauna sind die natürlichen Voraussetzungen. Aber der Wald in seiner heutigen Form hat sich wesentlich auch mit der Nutzung durch den Menschen entwickelt: die Förster, die Jäger, die Bewohner der Dörfer im und am Wald mit traditionellen Nutzungsformen und heutzutage auch die Touristen. Dies alles sind Faktoren, die den Wald lebendig machen.

Unsere Wälder bergen großes Potenzial. Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald, die Naturparke Saar-Hunsrück und Soonwald-Nahe, sowie die lichten Wälder rund um die Naheauen sind für die Bevölkerung wahre Schätze für Erholung und Voraussetzung für die touristische Verwertbarkeit.

Ein wesentliches Ziel des Projektes ist die Vernetzung der Lebendigen Wälder in unserer Region, sowohl hinsichtlich der natürlichen Gegebenheiten (Biotopvernetzungen) als auch auf der Ebene der Akteure rund um das Thema. Die Vielfalt ebenso wie die gebietsübergreifenden Gemeinsamkeiten sollen herausgearbeitet und genutzt werden. Dies bietet große Chancen. Es entstehen intensivere Kommunikation, neue Verbindungen und Partnerschaften und die Möglichkeit der Moderation bei Konflikten. Durch den Verbund und die damit ausgedrückte Wertigkeit kann das Thema Wald und damit verbundene Einzelprojekte eine ganz neue Dynamik entwickeln.

„Lebendige Wälder“ kann eine Dachmarke werden für möglichst viele Akteure und Projekte in der Hunsrück-Nahe-Region unter der dann viele konkrete Aktivitäten laufen können. Geplant ist die Einbeziehung aller fachlich Beteiligten, aber auch die Öffnung für möglichst viele interessierte Menschen.