Archiv - Jahresbericht - 2005

Archiv - Jahresbericht - 2005

Bericht über das Jahr 2005

Liebe Freundinnen und Freunde der Soonwald-Nahe-Region!

2005 war ein starkes und erfolgreiches Jahr für die Region und für unser Regionalbündnis-und das hängt eng miteinander zusammen, sind doch wesentliche Entwicklungen von uns angestossen oder auch mit- und weiterbewegt worden.

Bald schon nach der 2005er Jahreshauptversammlung hatten wir mit der Beteiligung an der Bad Sobernheimer Frühlingsmesse unter dem Motto „Wohlfühlen SooNahe“ einen Schwerpunkt im Gesundheitsbereich, zusammen mit den Partnern aus Einzelhandel, Kurbereich und Handwerk. Die Gesundheitsregion mit den drei Badestädten Bad Sobernheim, Bad Münster und Bad Kreuznach rückt zusammen und wir haben mit den Akteuren intensive Kontakte. Auch 2006 wird bei der Frühlingsmesse vom 31.3.bis 2.4. die Gesundheitsmesse im Kaisersaal stattfinden, neben den weiteren Schwerpunkten Energie und Kultur, sowie dem Abend „Heimatliche Genüsse“ im Zirkuszelt auf dem Marktplatz.

Dieses Thema schlägt sich auch im Leitbild des Naturpark Soonwald-Nahe nieder, der offiziell am 28.1.2005 proklamiert wurde. Mit der Verbindung von „Wald-Wein-Wohlfühlen“als Richtschnur und Chancen steht hier die Vielfalt unserer Region im Vordergrund der Präsentation, die sich sowohl an die Bevölkerung als auch an die touristischen Potenziale nach außen richtet. Wir arbeiten hier massgeblich im Beirat des Trägervereins und der dort angesiedelten Arbeitsgruppen, die ersten offiziellen Projekte wie Naturparkkarten oder großräumigen Wanderwege wären ohne die ehrenamtliche Vorarbeit kaum möglich geworden. Aber der Naturpark(NP) ist kein juristisches Konstrukt, son-dern er lebt in Zukunft von der Arbeit der Verbände und engagierten BürgerInnen. Früh erkannt haben dies auch die Forstämter im NP mit einem umfangreichen gemeinsamen Veranstaltungsprogramm oder einzelnen Projekten, von denen wir den Entenpfuhler Gedichtpfad zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe(DUH) mit 1000 Euro gefördert haben. In Kürze wird die Ministerin den Startschuß für die Waldbildungseinrichtung in Neupfalz geben, einem wichtigen Mosaikstein der zukünftigen Umweltbildung im NP. Ein Netz von Infozentren wird 2006 im NP in allen Teilbereichen entstehen.Verbandsgemeinden, die bisher Bedenken hatten, beantragen die Aufnahme (Langenlonsheim, Bad Münster nach unseren intensiven Anstoß durch die Tage der Region, einzelne Gemeinden in der VG Bad Sobernheim-Weiler haben wir als „Belohnung“ den beitrag 2005 erstattet…).

2006 kann zu einem Durchbruch führen, wenn wir die Chancen des bundesweiten Jahres der Naturparke unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten auch in der Region nutzen. Im Februar wird im Beirat eine Veranstaltungsreihe dazu übers Jahr und in allen Teilregionen konzipiert. Wir sind der jüngste und auch vom inhaltlichen, räumlichen und ehrenamtlichen Konzept einer der interessantesten Naturparke Deutschland, was wir so auch herausstellen sollten!

Wichtig sind dabei auch die Angebote bei Kultur und Bildung. Unsere Kinderfreizeiten auf den Spuren der Kelten und Römer waren im Sommer wieder ein Renner (Fortsetzung vom 17.-28.Juli 2006), die Kurse mit dem Büro für angewandte Archäologie auf dem Disiboden-berg gut besucht (diesjahr im Juni auf der Bannmühle) und das Naturzentrum im alten Bahnhof Oberhausen wird als Ausstellungs-, Vortrags- und Exkursionszentrum konzipiert.

Mit dem CJD hatten wir konstruktive Gespräche zur Unterstützung solch regionaler Bildungsprojekte. Abwechslungsreiche Wochen verbanden uns im Sommer mit dem Filmprojekt des hessischen Blödelduos Badesalz und Ottfried Fischer, denen wir das regionale Casting und Know-How organisierten und dafür im Film werben dürfen. Nicht nur dieses Projekt hat auch die Zusammenarbeit mit dem Freilichtmuseum und dessen neuen agilen Direktor Dr.Schimeck befördert. Im Lauf des Jahres hat KultUhrzeit am Stein (unser Neumitglied) eine absolut interessante Gesprächsrunde zum „WirtschaftsfaktorKultur“ unter unserer Beteiligung ins Leben gerufen, deren letztes Treffen neben konkreten Veranstaltungsplänen den Aufbau einer regionalen Kulturplattform auch via Internet ergab! Auch unter kulturellen Gesichtspunkten hat die Initiative Soonwald die Kirche in Eckweiler wiederbelebt. Kirche, Friedhof und das Umfeld wollen wir zusammen zur Erinnerungsstätte ausbauen, dazu trug auch ein wunderschönes „Wandelkonzert“ am 18.9. bei, das wir mit den Alt-Eckweilerern und der Chorinitiative Sobernheim (CIS) durchführten und das regen Zuspruch fand.

Eckweiler war neben Pferdsfeld Geburtsidee unseres Vereins und seiner Vorläufer. Auf dem ehemaligen Flugplatz läuft die Konversion zwar schleppend, aber doch mit stetem Fortgang.

Auch 2005 setzten wir die Gespräche mit dem Betreiber TRIWO und Wirtschaftsunter-nehmen fort. Dort entstehen Arbeitsplätze und ein interessantes Energiekonzept mit Photo-voltaik und Biomasse lässt sich hoffentlich 2006 realisieren. Wir bleiben dran!

„Regionen voller Energie“ lautet das bundesweite Motto des Tages der Region im Herbst (dazu später). Das Thema wird für uns aber das ganze Jahr eine große Rolle spielen. Angeregt und vorgearbeitet durch unser Mitglied Ralf Reinecke sind wir vom Bundesverband der Solarwirtschaft als Initiativregion 2006 für die Aktion „Wärme von der Sonne“ ausgewählt worden. Unser Antrag und Programm überzeugte auch bei einem ersten Treffen in Frankfurt.

Unter dem Slogan „Solar-SooNahe“ wollen wir zusammen mit Handwerk, Gewerbe und Forst übers Jahr die „Ölquellen der Region“ Sonne und Biomasse/Holz in die Öffentlichkeit bringen und uns so für Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region einsetzen. Bei der schon erwähnten Frühlingsmesse in Bad Sobernheim gibt’s den Auftakt (u.a.mit einem Vortrag unseres Freundes Dr.Franz Alt am 2.4. 11.30 Uhr), mit Projektbesichtigungen, Vorträgen und einer Wanderausstellung geht´s bis Juli weiter und bei den Tagen der Regionin Stromberg (s.u.) wird ein Schlußakkord gesetzt.

Ein weiterer Wirtschaftszweig, für den wir vorrangig arbeiten, ist Landwirtschaft und Weinbau. Den regionalen Produkte von diesen und anderen Erzeugern wollen wir mit unserer Marke„SooNahe®“ eine Zukunftsperspektive eröffnen. Ausgangspunkt war die Konferenz „Ackern und Genießen“ 2003,Vorarbeiten mit verschiedenen Partnern führten zur Markenanerkennung im Frühjahr 2005, auf verschiedenen Treffen wurden Kriterien erarbeitet und auf der Markenkonferenz bei den Tagen der Region am 1.10.in Bad Münster weitere Schritte festgelegt. Im letzten Jahr fanden unzählige Gespräche mit den verschiedensten Akteuren aus den Bereichen Landwirtschaft, Weinbau, Forst, Gesundheit, Handwerk, Tourismus etc. statt, für die die Marke SooNahe® eine Vermarktungschance bieten könnte. Die Resonanz ist überwältigend und wir hoffen auf weitere Umsetzungsschritte 2006.

Wir haben neben hervorragenden Winzern und Weinen auch andere herausragende Produkte, die wir besser und gemeinsam in der Region und nach draußen vermarkten können.

Zwischenzeitlich wurde vom Land Rheinland-Pfalz die Region als ILEK-Gebiet (Integrierte Ländliche Entwicklungs-Konzeption) anerkannt, gerade weil auch hier durch unsere Vorarbeiten ein großes Potenzial gesehen wird. Dieser Prozess ist angesiedelt bei den Landkreisen und wird begleitet vom Büro Bischoff und Partner und der DLR. Wir haben in den drei Arbeitsgruppen (Tourismus, Regionalwirtschaft, Land- und Dorfentwicklung) sehr aktiv mitgewirkt und wir hoffen, dass der behördliche Lenkungsausschuß auch die Vermarktung regionaler Produkte als eines der künftigen „ILEK-Projekte“ akzeptiert, in den AGs war das überwältigender Wille. Der Marke wird eine große Funktion bei der landwirt-schaftlichen Entwicklung und der Identitätsbildung beigemessen. Wir hoffen, dass die Meinungsbildung in den AGs nicht nur Alibifunktion hatte. Wenn diese Entscheidungen in Kürze gefallen sind, werden wir auch die nächsten Schritte zur Umsetzung unserer Marke SooNahe® angehen,u.a.einen konkreten Workshop für das Frühjahr, den Dialog mit vorhandenen Marken und die Entwicklung von ersten SooNahe-Produkte im Lauf des Jahres.

Ein Höhepunkt unserer Arbeit war auch 2005 wieder die Beteiligung am bundesweiten Tag der Regionen (seit April 2005 sind wir auch Gründungsmitglied beim Bundesverband der Regionalbewegungen, in Feuchtwangen haben wir unseren Verein und SooNahe präsentiert). Nachdem wir unsere ersten Pläne für Stromberg aus inhaltlichen Gründen verschieben mussten, haben wir innerhalb weniger Wochen mit engagierten Menschen aus der dortigen VG in Bad Münster am Stein-Ebernburg eine Riesen-Veranstaltung auf die Beine gestellt! Aus dem „Tag“ wurden 4 Tage und wir sind in die gesamte Fläche der VG gegangen, da wir die Vielfalt der Angebote alle zum Zuge kommen lassen wollten.

Unser Motto war „SooNahe® bewegt“ und wir haben in diesen Tagen wirklich einiges in Bewegung gebracht, was nachhaltige Wirkung haben wird. Gesundheits-, Kultur-, Natur-, Gastronomie-, Messe- und Konferenz- Angebote haben erneut die Vielfalt unserer Region am Beispiel von BME aufgezeigt- ein großer Image- und Werbeeffekt.

Diesjahr wird es in Stromberg klappen! Zunächst mit der dortigen Stadt- und Verbands-gemeindeverwaltung , dem Fremdenverkehrsverein, der Gewerbegemeinschaft und zuletzt auch mit anderen lokalen Betrieben und engagierten Menschen gab es erfolgversprechende Gespräche. Vom 29.9. bis 1.10. könnte der Slogan diesmal lauten „SooNahe® geniessen“. Johann Lafer hat seine Teilnahme am 30.9. definitiv zugesagt und Bürgermeisterin Denker konnte Ministerpräsident Kurt Beck für diesen Tag gewinnen. Die Verbandsgemeinde Stromberg als Eingangstor von Soonwald-Nahe aus nordöstlicher Richtung hat ebenfalls vieles zu bieten und wir freuen uns auf eine rege Beteiligung bei den Vorarbeiten und der Umsetzung. Die Themen Marke SooNahe, Regionen voller Energie und „Wohlfühlen und Geniessen“ sind sicherlich Schwerpunkte der Tage der Region 2006 in der VG Stromberg.

Diese Begriffe sind sicherlich auch Kennzeichen unserer Arbeit und unseres Erfolges.

Vertrauen, Kooperation und Phantasie haben unsere Rolle als Impulsgeber, Netzwerk und Moderator in der Regionalentwicklung seit der Gründung 2001 geprägt.

Die Fülle der Aufgaben und Projekte lassen aber auch die Verantwortung und den organisatorischen Aufwand wachsen. Wir sind dabei, dies durch verbesserte Strukturen des Vereins zu berücksichtigen. Häufige Vorstandssitzungen, viele Gespräche mit Betroffenen und eine transparente, öffentliche Arbeitsweise sollen eine breite Mitwirkung fördern. Mit dem fast abgeschlossenen Aufbau eines e-Mail-/Fax-Verteilers wollen wir künftig regelmässigere Infobriefe verschicken und wir befinden uns auch in der Abschlußphase unserer Internetseite (www.soonahe.de) , die sie jetzt schon anwählen können (Bitte um Vorschläge zur Gestaltung und zum zum Inhalt). Wir möchten die Homepage auch zur Förderung der Vernetzung nutzen und die Mitglieder namentlich aufführen sowie die Gelegenheit zu Links auf Ihre eigenen Seiten geben. Falls Sie nicht aufgenommen werden möchten, dies bitte unbedingt bei unserem Büro melden. Die Mitgliederzahlen steigen stetig und wir haben derzeit 190 engagierte und qualifizierte Menschen, Betriebe und Verbände in unseren Reihen (bald 200?)!!! Machen Sie kräftig Werbung für uns. Mitgliedschaft bedeutet nicht nur aktive oder passive Unterstützung und die Möglichkeit, sich in konkreten Projekten zu engagieren, sondern legt natürlich auch die Basis für unsere Finanzen, wiederum als Voraussetzung für effektives Arbeiten in der Region. Über die Mitglieder- und Finanzentwicklung werden wir Ihnen bei der Jahreshauptversammlung interessante Fakten und Tendenzen von 5 Jahren Regionalbündnis Soonwald-Nahe präsentieren.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen, in unserer Region leben viele ideenreiche und engagierte Menschen, von diesen Menschen gehen die Impulse für die zukünftige Entwicklung aus, von ihnen hängt ab, mit welcher Geschwindigkeit und in welche Richtung sich SooNahe® bewegt!“

für Ihren Vorstand
Dr.Rainer Lauf
Monika Kirschner
Hans Jochen Staege