Archiv - Jahresbericht - 2013

Archiv - Jahresbericht - 2013

Jahresbericht 2013

Jahreshauptversammlung 2013

Der Einladung zur Jahreshauptversammlung am 22.2.2013 im Kaisersaal in Bad Sobernheim folgten 108 Personen, davon 87 Vereinsmitglieder, vier Personen entschlossen sich an diesem Abend zu einer Mitgliedschaft. Wir haben uns sehr gefreut, wie viele Mitglieder sich Zeit für ihren Verein genommen haben und nach dem offiziellen Teil noch für Gespräche untereinander und mit dem Vorstand geblieben sind.

Vereinsentwicklung

Ende 2013 zählte das Regionalbündnis 563 Mitglieder. Gewachsen ist der Verein im vergangenen Jahr um 38 neue Mitglieder, ausgeschieden sind 14 Personen. Eine statistische Aufschlüsselung nach Eintrittsjahren, Tätigkeitsfeldern, Wohnorten, Jahrgängen und Status haben wir in Form von Diagrammen auf unserer Internetseite eingestellt.
Der Verein ist finanziell gesund. Unsere Projektarbeit konnten wir auch im vergangenen Jahr wieder dank der Zuwendungen von Zuschussgebern und Sponsoren problemlos finanzieren. Der Jahresabschluss weist ein Minus von 2.521,63 Euro gegenüber dem Vorjahr aus, weil wir einige Ausgaben wie z. B. für den neuen Vereinsflyer aus Eigenmitteln bestritten haben. Mit 11.977,58 Euro bleibt ein gutes Polster in der Kasse. Um den durch die Umstellung auf SEPA entstandenen Anforderungen im Zahlungsverkehr gerecht zu werden, arbeitet unserer Kassierer seit einigen Monaten mit einer speziellen Finanzsoftware.
Seit August 2013 haben wir einen neuen Vereinsflyer. Die vorhergehende Ausgabe stammte von 2009 und war bei einer ganzen Reihe von Angaben veraltet. Jetzt verfügen wir wieder über eine aktuelle Visitenkarte mit aktuellen Inhalten und frischer Optik.
Im Juni 2013 stellten wir uns den Auditoren für eine Zwischenüberprüfung unserer Umweltzertifizierung nach EMAS (Ecological Management and Audit Scheme). Wir konnten nachweisen, dass wir die 2011 eingegangenen Umweltziele inhaltlich und fristgerecht umgesetzt haben. Unsere vollständige EMAS-Umwelterklärung, die neue umweltbezogene Ziele für den Zeitraum bis 2015 enthält, finden Sie ebenfalls auf unseren Internetseiten.
Elf Vorstands- und Vereinsmitglieder gingen am 6.6.2013 beim Kreuznacher Firmenlauf auf den 5 km langen Kurs, gut zu erkennen an den erstmals angeschafften T-Shirts mit Vereinsnamen. Der Werbeeffekt war so positiv und der Gruppe hat es so viel Freude gemacht, dass einer erneuten Teilnahme beim Firmenlauf im Mai 2014 nichts im Wege steht.
„Das Regionalbündnis Soonwald-Nahe e.V. als Im­pulsgeber einer nachhaltigen Regionalentwicklung in der Nahe-Hunsrück-Region“ ist der Titel der Masterarbeit von Carolin Unger, Studentin der Betriebswirtschaft am Umweltcampus Birkenfeld. Ziel der Untersuchung war, aufbauend auf eine Mitgliederbefragung und Experteninterviews die Wirkung der ehrenamtlichen Arbeit des Regional­bündnisses auf die Entwicklungen im Nahe-Hunsrück-Raum zu analysieren und zu beurteilen. Für den Vorstand ist die Masterarbeit sowohl Bestätigung als auch teilweise Korrektiv von Ausrichtung und Arbeitsweise des Regionalbündnisses. Die zentralen Ergebnisse der Masterarbeit finden Sie auf unserer Internetseite unter Aktuelles.

Regionalmarke SooNahe

2013 war im Bereich unserer Regionalmarke vor allem ein Jahr der Vorbereitungen einer neuen organisatorisch-rechtlichen Struktur. Wie Sie wissen, sollen die Geschäfte der Marke künftig hauptamtlich geführt werden und eine selbstständige Körperschaft an die Seite der Projektpartner Regionalbündnis und Hunsrück-Marketing treten, die seit 2008 als ehrenamtlich arbeitende Vereine die Marke führen. Die Umgestaltung im laufenden Betrieb ist weitaus aufwändiger als es die Gründung von SooNahe war, denn es geht mittlerweile um eine große Zahl von Zeichennutzern, viel Geld und komplexe Zuständigkeiten. Wir sind dankbar, dass den größten Teil der Gespräche, Auswertungen, Berechnungen und Dokumentationen Ludwig Karg übernimmt, der uns als ausgewiesener Regionalmarkenexperte mit seinem Büro B.A.U.M. Consult aus München beratend-ermutigend zur Seite steht. Seine Arbeit wird überwiegend aus Landesmitteln finanziert.
In ca. 100 Einzel- und Gruppengesprächen sowie in Befragungen sind 2013 so gut wie alle Akteure rund um SooNahe in den Entwicklungsprozess einbezogen worden. Dazu zählen auch in der Nachbarschaft angesiedelte Regionalvermarktungsinitiativen. Dies alles ist Grundlage für eine langfristig stabile Regionalmarke.
Seit 1.1.2014 arbeitet Klaus Wilhelm (Betriebswirt aus Meddersheim) im Rahmen eines befristeten Vertrags als Angestellter von Hunsrück-Marketing für SooNahe. Er besucht Produzenten, Logistiker und Verkaufsstellen, fragt nach Anliegen und Anregungen und erklärt die künftigen Mitmachmöglichkeiten.
Der weitere Fahrplan für SooNahe sieht vor, dass im ersten Halbjahr 2014 ein neues Marketingkonzept entsteht sowie die Strukturen beschlossen werden, auf deren Grundlage wir SooNahe in eine eigenständige Organisation überführen werden. Dies wird eine GmbH sein. Wir befinden uns aktuell in einer intensiven Bewertungsphase, spielen verschiedene Varianten durch und justieren Stellschrauben nach.
SooNahe ist inzwischen eine Klammer der Hunsrück-Nahe-Region geworden, die Lebensgefühl und Identität vermittelt. Diese gesellschaftliche Durchdringung wollen wir nachhaltig festigen. Daher wird das Regionalbündnis auch künftig die Philosophie der Marke vertreten. Zugleich sind Einflussmöglichkeiten auf die Führung der Markenorganisation gesichert.
Die Öffentlichkeit zeigt  ein ungebrochen reges Interesse an SooNahe. So war 2013 der Vorstand des Regionalbündnisses gefragt für Interviews von Presse, Rundfunk und Fernsehen, Vorträge bei Vereinen und in Fortbildungsmaßnahmen und als Teilnehmer von Talkrunden. Die BBS Kirn hatte Bedarf an der Betreuung eines Marketingprojekts, mehrere überregionale Zeitschriften baten um  Artikel über SooNahe und die Sparkasse Rhein-Nahe stellte das Regionalbündnis sowie SooNahe in ihrem jüngsten Geschäftsbericht vor.

Tage der Region

2013 veranstalteten wir zum zehnten Mal Tage der Region. Sie gipfelten in der Hauptveranstaltung am 21. September 2013 in Meisenheim - eine Veranstaltung, die uns ausgesprochen viel Freude bereitet hat. In der rund dreimonatigen Planungsphase hatten wir im Ev. Kirchenkreis an Nahe und Glan, der Ev. Kirchengemeinde Meisenheim, der Stadt- und der VG-Verwaltung Meisenheim sowie der Werbegemeinschaft Blickpunkt kompetente, konstruktive Partner an unserer Seite. Belohnt wurden wir und alle Aktiven mit wunderschönem Herbstwetter, das zuvor seit Wochen vermisst worden war und zahlreiche Besucher nach Meisenheim lockte, manche zum ersten Mal in ihrem Leben. Der Tag der Region war „vernetzen und bewegen“ in Reinkultur. Weitere 22 Veranstaltungen mit ausgeprägtem regionalem Profil, die im Zeitraum Mitte September bis Mitte Oktober 2013 stattfanden, unterstützte das Regionalbündnis mit Öffentlichkeitsarbeit und ausgesuchten Programmkomponenten. Unsere Kosten der gesamten Tage der Region beliefen sich auf rund 14.000 Euro, die über einen Zuschuss des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten sowie über Sponsorengelder gedeckt wurden. Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung!

Nationalpark Hunsrück

2013 fiel die Entscheidung, dass Rheinland-Pfalz seinen Nationalpark zunächst im westlichen Hunsrück ansiedelt - ein großer Erfolg für die dortigen Akteure und die gesamte Hunsrück-Nahe-Region. Im September ist das Regionalbündnis dem Freundeskreis des Nationalparks Hunsrück e.V. als Mitglied beigetreten. Damit sind wir gut in den Informationsfluss eingebunden und können an der Ausgestaltung des Nationalparks mitwirken. Zugleich stellen wir unseren Rat und unsere Netzwerke den Partnern vor Ort zur Verfügung. Unsere Erfahrung im Umgang mit Großprojekten aus dem Bereichen Naturschutz und Regionalentwicklung ist eine wertvolle Unterstützung vor allem für die Entscheidungsträger und Multiplikatoren in der Fülle der Gremien, die beim Werden und Wachsen des Nationalparks Hunsrück involviert sind.

Lebendige Nahe

Dem Programm Lebendige Nahe haben wir 2013 wieder verstärkt Aufmerksamkeit gewidmet. Eingebettet in den Rahmen der „Lebendigen Flüsse“ bei der Deutschen Umwelthilfe, verstehen wir uns als Netzwerk für bürgerschaftliche Initiativen mit Bezug auf die Nahe und ihre Zuflüsse. Mit eigens angefertigten Schildern zeichnen wir ausgereifte Projekte als Partner der Lebendigen Nahe aus. 2013 waren es das Mitmach-Museum von Ursula und Dr. Michael Altmoos in Staudernheim, die Naturcamps von Beate Thome und die Guldenbach-Renaturierung als Projekt des Angelvereins Guldental mit ihrem Vorsitzenden Jürgen Heß. Die Naturstation Lebendige Nahe in Bad Münster am Stein und der Naturerlebnisweg in Bad Sobernheim sind bereits seit längerem Partner der Lebendigen Nahe. Die Netzwerktreffen im Juni und September 2013 dienten dem Kennen lernen der Akteure und Projekte ebenso wie dem Schmieden weiterer Pläne.

Energiewende

Der Bau von Windkraftanlagen ist ein auch in unserer Region viel diskutiertes Thema. In unserer aus vielen gesellschaftlichen Bereichen kommenden Mitgliedschaft besteht hierzu ein sehr breit gestreutes Meinungsspektrum von absoluter Euphorie bis absoluter Ablehnung. Sie werden verstehen, dass wir uns deshalb nicht in Einzelstandortdiskussionen einschalten. Dazu gibt es kommunale Plattformen und lokale Initiativen, mit denen wir bei Bedarf in den Dialog treten. Seit 2009 verfügen wir über ein klar formuliertes Positionspapier zum Thema Windenergie, das wir gerade aktualisiert haben. Es beschreibt die Leitlinien einer natur- und menschenverträglichen Energiewende, die stärkere planerische Vorgaben benötigt. Aber es bleibt auch bei unserer auf vielen Foren und Veranstaltungen in den vergangenen Jahren erarbeiteten Grundposition, dass die Region einen angemessenen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende durch regionale Ressourcen leisten muss. Sie finden das Papier auf unserer Internetseite unter „Unsere Arbeitsfelder/Energie“.
Ein Schwerpunkt zu diesem Thema ist im Regionalbündnis seit langem die Kooperation mit dem regionalen Handwerk, was sich unter anderem im Projekt „Energie SooNahe 100% erneuerbar“ umsetzt und den Bereich Energiesparen und Energieeffizienz vorrangig im Blick hat.

Vernetzung auf Bundesebene

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbands der Regionalbewegung fand in Zusammenarbeit mit dem Regionalbündnis, das Gründungsmitglied ist, am 20.11.2013 in Bad Kreuznach statt. Die Veranstaltung war ein ausgezeichneter Rahmen, um den Teilnehmenden aus ganz Deutschland die vielfältige Arbeit des Regionalbündnisses vorzustellen und neue Kontakte in der Szene der Regionalentwicklung zu knüpfen. Ein wichtiges Thema der Versammlung war das Regionalfenster (siehe oben unter Regionalmarke SooNahe).

Vorstand

Bei der Jahreshauptversammlung 2013 wurde turnusgemäß ein neuer Vorstand gewählt. Mit Martina Braß aus Klosterkumbd und Dietmar Brunk aus Idar-Oberstein hat der Vorstand zwei neue Gesichter aus den Kreisen Rhein-Hunsrück und Birkenfeld bekommen. Verlassen hat uns im Dezember 2013 unser bisheriger stellvertretender Vorsitzender Werner Bolfing. Er ist mit seiner Frau in seine alte Heimat zurückgezogen und lebt nun in Schwyz in der Schweiz. Wir danken Werner Bolfing, der seit 2007 Teil des engeren Vorstands war, für seine engagierte, kompetente Arbeit mit einem besonderen Augenmerk auf die Bereiche Tourismus und Gastronomie. So hat er für den Nahe-Hunsrück-Raum den „Wirtestammtisch“ ins Leben gerufen, der bei seinen Treffen nicht nur den kollegialen Austausch pflegt, sondern die Zusammenkünfte auch für Fortbildung nutzt. Für die Nachbesetzung im dreiköpfigen geschäftsführenden Vorstand (im Moment nur Rainer Lauf und Mechthild Wigger) und bei den Beisitzern wollen wir bei der Jahreshauptversammlung 2014 geeignete Personen vorschlagen.

Ausblick auf 2014

Die anstehenden Entwicklungen im Bereich unserer Regionalmarke SooNahe haben wir weiter oben bereits skizziert.
Unsere Tage der Region 2014 werden erneut ein anderes Format als im Vorjahr haben, vermutlich wird das Kaliber in diesem Jahr etwas kleiner als in Meisenheim ausfallen. Es bahnt sich eine Zusammenarbeit mit zwei verschiedenen Orten an, die das Regionalbündnis bei ihren Veranstaltungen gern mit im Boot hätten. Noch sind wir über ein Erstgespräch nicht hinaus. Wir werden Sie rechtzeitig informieren, was die Tage der Region Ihnen wann und wo bieten werden.
Das Thema Nationalparkentwicklung wird uns weiter beschäftigen. Wir werden in Arbeitskreisen mitarbeiten und verzahnen, unsere Erfahrung und unser Netzwerk anbieten. Für die Natur und die Menschen der Region wird dies langfristig Nutzen bringen, wenn es gelingt, dort die Potenziale der Region sichtbar zu machen. Das Land hat schon die ersten neuen Strukturen in der Forstverwaltung geschaffen, jetzt muss ein Regionalmanagement aufgebaut werden, das kommunale Strukturen und Bürgerbeteiligung gemeinsam in die Zukunft leitet.
Das Netzwerk Lebendige Nahe wird 2014 um weitere Partner wachsen. Nächste Bereicherung wird die Achatschleife „In Edendell“ in Kirn-Sulzbach mit ihrer Biotoparbeit an der Nahe und am Schleffergraben (Triebwerksgraben) sein. Auch im Kreis Birkenfeld haben Projektbetreiber ihr Interesse an einer Beteiligung bei der Lebendigen Nahe signalisiert. Die Aktiven werden in den nächsten Monaten einen Flyer entwickeln, der das Programm mit seinen Partnern und Aktivitäten öffentlichkeitswirksam vorstellt.
Nach der Neugestaltung unseres Vereinsflyers werden 2014 auch die Internetseiten des Regionalbündnisses eine Auffrischung erfahren, die vor allem auf die optische Gestaltung und Funktionalitäten zielen soll.  

Danke

Das Regionalbündnis ist ein Verein ohne Vereinsleben im engeren Sinne mit regelmäßigen Zusam-menkünften, Geselligkeit und direkten Vorteilen für seine Mitglieder. Umso mehr weiß der Vorstand zu schätzen, dass sich aktuell 567 Mitglieder beim Regionalbündnis versammeln und dem Verein Gewicht bei der Arbeit zum Wohle unserer Heimat im Nahe-Hunsrück-Raum verleihen. Wir sagen danke für Ihre Mitgliedschaft und bleiben Sie uns gewogen! Das schließt eine kritische Rückmeldung nicht aus, per Mail sind wir gut zu erreichen und melden uns dann gern telefonisch bei Ihnen.

Für den Vorstand:       
Dr. Rainer Lauf, Mechthild Wigger

(Weitere Jahresberichte finden Sie im Archiv)